Fusswaschung
Fusswaschung

1. Aspekt: "Liebet einander so wie ich euch geliebt habe" - Bedingungslose Annahme 

 

Diakonie, Dienst am Nächsten, beginnt am Abendmahlstisch, genauer bei unseren Agapefeiern, zu denen alle eingeladen sind. Mit "Alle" meine ich wortwörtlich jeden und jede in seiner  Eigenart, mit seinem/ihren kirchlichen oder spirituellen Hintergrund, in seiner oder ihrer momentanen psychischen und physischen Verfassung. 

 

Betrachten wir das Bild des letzten Abendmahles, so fällt auf, dass die Jüngerschar Jesu alles andere als eine einheitliche Gruppe war. In den Evangelien lesen wir oft über Streitereien unter ihnen. Und doch waren sie geeint durch ihren Rabbi Jesus, der sie in ihrer Eigenart und Persönlichkeit annahm. Daher ist kirchliche Gemeinschaft kein Club von Gleichgesinnten und wir akzeptieren jeden und jede zuerst einmal als Bruder oder Schwester im Herrn. "Einer trage des andern Last; so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen" schreibt Paulus im Galaterbrief 6,2.

 

Das ist auch der Grund, weshalb man auf dieser Seite keinen Beschrieb von tollen karitativen Einrichtungen finden wird. Entscheidend ist, dass man den anderen in seiner Andersheit zu tragen und oft auch zu ertragen lernt. Es ist leicht, jemanden aus der Kirche auszuschliessen, weil er oder sie nicht in das "Konzept der Pfarrei" passt. Leider geschieht das allzu oft. Das einzige Konzept Gottes ist die radikale Nächstenliebe und die Akzeptanz des Anderen und bei dieser Akzeptanz beginnt die Caritas, die damit eher Ausdruck einer Haltung als konkretes Tun ist, aber dann aus dieser Haltung heraus in entsprechendes Tun mündet. In unserer Kirche wird daher niemand ausgeschlossen, schon gar nicht weil er oder sie eine andere Meinung vertritt oder in einer Krisensituation steckt. Erst dann werden wir fähig, wirklich diakonale Menschen zu werden, wenn wir die Mauern des Unverständnisses und der Vorurteile, die wir in unseren Herzen aufbauen, niederreissen. Dann erst werden wir zu wahren liebenden und barmherzigen Christen und Christinnen.

 

 

2. Aspekt: Diakonie im Alltag

 

Die gallikanische Mission Sainte Trinité unterhält daher kein spezifisches, karitatives Werk, unsere Mitglieder sind in ihrem Umfeld karitativ tätig. Zuerst einmal im Alltag: ein liebes Wort zum Nachbarn oder der Arbeitskollegin, aber auch in Beruf und Familie sowie im Engagement in einem gemeinnützigen Verein oder wie ich, politisch in einer Partei. In all diesen Feldern geschieht bereits Diakonie. Diakonales Handeln muss daher nicht organisiert sein, sondern es entspringt aus jener Haltung, die aus dem Glauben und dem Beispiel Jesu Christi schöpft.

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Zelgstrasse 53

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Diakonin Birgit Leisegang