Betrachtung zur Kreuzerhöhung von Andreas von Kreta (+740)

 

 

 

Tropar, 1. Ton

 

 

 

Rette, Herr, Dein Volk und segne Dein Erbe! Verleihe Deinen

 

Gläubigen Sieg über ihre Widersacher! Und behüte Deine

 

Gemeinde mit Deinem Kreuz!

 

 

Wir feiern das Fest des Kreuzes, durch das die Finsternis vertrieben und das Licht wieder heraufgeführt wurde. Wir feiern das Fest des Kreuzes und werden mit dem Gekreuzigten zur Höhe emporgehoben. Wir lassen die Erde mit der Sünde unter uns, um die höhere Welt zu besitzen.

 

 

 

Einen so grossen Besitz hat das Kreuz geschaffen, und wer ihn erhält, hat einen grossen Schatz. Was von allem Schönen dem Namen und der Wirklichkeit nach das Schönste und Kostbarste ist, das nenne ich sicher mit Recht einen Schatz: in dem, durch den und auf den hin uns die ganze Summe des Heils wiederhergestellt und hinterlegt ist.

 

 

 

Wäre das Kreuz nicht, dann wäre Christus nicht gekreuzigt. Gäbe es das Kreuz nicht, dann wäre das Leben nicht ans Kreuz geheftet worden. Wäre das Leben nicht ans Kreuz geheftet worden, dann hätten die Quellen der Unsterblichkeit nicht aus der Seite des Gekreuzigten Blut und Wasser fliessen lassen, durch welche die Welt gereinigt wird. Der Schuldschein der Sünde wäre nicht zerrissen worden, wir hätten die Freiheit nicht erhalten, wir hätten nicht vom Baum des Lebens gekostet, und das Paradies wäre nicht geöffnet worden. Wenn das Kreuz nicht wäre, wäre der Tod nicht besiegt und das Reich des Todes nicht seiner Macht beraubt worden.

 

 

 

Darum ist das Kreuz gross und kostbar. Gross ist es, weil es so viel Gutes geschaffen hat, um so mehr deswegen, weil die Wunder und Leiden Christi im Vollsinn der Ruhm des Kreuzes sind. Kostbar ist das Kreuz, weil es das Denkmal der Leiden Gottes ist, des freiwilligen Todesleidens, das Christus an ihm erlitt. Denkmal des Sieges, weil an ihm der Teufel verwundet und mit ihm der Tod besiegt wurde. Zerschmettert wurden die Riegel der Unterwelt und das Kreuz aufgerichtet zum Heil der ganzen Welt.

 

 

 

Das Kreuz bezeichnet die Herrlichkeit Christi und seine Erhöhung. Es ist der ersehnte Kelch und die Vollendung der Leiden, die Christus für uns getragen hat. Es ist die Herrlichkeit Christi; denn höre, was er sagt: «Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht, und er wird ihn bald verherrlichen.» Wiederum: «Vater, verherrliche du mich jetzt bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war.» Und abermals: «Vater, veherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn schon verherrlicht und werde ihn wieder verherrlichen.» Damit meinte er die Herrlichkeit, die am Kreuz ihren Ursprung nahm. Das Kreuz ist Erhöhung Christi; vernimm, was er selber sagt: «Wenn ich über die Erde erhöht bin, werde ich alle zu mir ziehen.» Du siehst: das Kreuz ist Herrlichkeit und Erhöhung Christi. (aus einer Rede zum Fest Kreuzerhöhung von Andreas von Kreta, +740)

 

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