Die gallikanische Mission zur Hl. Dreifaltigkeit gehört zur "Union Apostolique Gallicane". Als christliche Kirche katholischer Prägung und französischen Ursprungs sind wir einerseits in der Tradition (Glaube + Liturgie) verwurzelt, andererseits offen für die heutige Welt und für die Fragen der Zeit, da wir der Überzeugung sind, dass das Evangelium immer neu in die jeweilige Zeit verkündet werden muss, um so den heutigen Menschen zu erreichen.

Unsere Liturgie

 

Da die irdische Liturgie die himmlische widerspiegeln soll wie es in der Johannes-Offenbarung im Kapitel 5 beschrieben wird (apokalyptisch), sind unsere Gottesdienste besonders feierlich in Kirchenschmuck, Kleidung und Weihrauch. Diese äussere Form möchte dazu einladen, in das Mysterium des Glaubens einzutauchen. Daher ist unsere Liturgie auch zutiefst mystisch. In unserer Form orientiert sie sich an der gallikanisch-okzidentalen Tradition wie sie in Frankreich bis ins 9. Jh. üblich war und wie sie unter Mgr Giraud wiederbelebt worden ist. Somit ist sie auch ökumenisch, denn sie enthält sowohl lateinisch-westliche wie auch orientalische Elemente und schlägt somit eine Brücke zwischen Ost und West. Dabei verstehen wir Ökumene auch in dem Sinne, dass wir keine getauften Christen vom Empfang der Sakramente ausschliessen, gleich welcher Tradition sie angehören. Wir sind der Überzeugung, dass unser Herr Jesus Christus allen seine Gnade und Heil durch die Vermittlung der Sakramente schenken will, insbesondere in der Feier der Hl. Messe. Daher steht es uns nicht zu, zu richten, wer würdig ist ein Sakrament zu empfangen und wer nicht. Auch wenn unsere Liturgie in einer bestimmten Tradition verwurzelt ist, so ist sie somit zutiefst christlich und universal und bestrebt, den Menschen von heute zu erreichen.

 

 

 


Unsere Spiritualität und soziales Engagement

 

Wir verstehen uns in erster Linie als mystische Kirche, die zuerst die Gottes- und Sinnsuche des heutigen Menschen in den Vordergrund stellt. Unsere kleinen Gemeinschaften verstehen sich als Orte der Begegnung zwischen Gott und den Menschen sowie den Menschen untereinander. Dieser Austausch kann vielfältig sein: in der Seelsorge, beim gemeinsamen Zusammensitzen, aber auch in der Beschäftigung mit Kunst und Kultur, die insbesondere diese Sinnsuche des Menschen widerspiegeln soll. Dem Grundsatz des Evangeliums getreu, dass man niemanden richten soll, nehmen wir die Menschen, die zu uns kommen, vorurteilslos an.

 

 

 

Aber unsere Spiritualität beschränkt sich nicht nur auf das Wohl des heutigen Menschen, sondern versteht das Heil universal und ganzheitlich auf alle Geschöpfe bezogen: Tiere und Pflanzen, denn wir alle sind Geschöpfe Gottes und aufeinander angewiesen. Daher setzen wir uns sehr für den Tierschutz, aber auch für die Umwelt ein und fördern entsprechende Projekte. Einmal jährlich finden bei uns Gottesdienste mit Tiersegnung statt. Tiere sind generell während unseren Gottesdiensten willkommen.

 

 

 

Diese Haltung der allumfassenden Barmherzigkeit wird im folgenden Gelübde gut zusammengefasst, das die Mitglieder unserer Kirche ablegen können:

 

 

 

«Ich gelobe Barmherzigkeit gegenüber der ganzen Schöpfung, die der Wiederschein der Liebe Gottes für alle Dinge ist. Wie Jesus Christus, der der barmherzige Vermittler von allem ist, möchte ich versuchen mit den Augen Christi zu sehen, mit den Ohren Christi zu hören, mit dem Mund Christi zu sprechen, mit den Händen Christi zu heilen und mit dem Herzen Christi zu lieben. Amen. Alleluja!»

 


Gallikanische Freiheiten

 

- Vorrang des Konzils gegenüber der Autorität eines Einzelnen (Zurückweisung der Unfehlbarkeit)

- Kein Pflichtzölibat für den Klerus 

- Die Sakramente stehen ohne Einschränkung allen offen

- Männliches (Christus) und weibliches (Marianisch) Priestertum 

- Keine obligatorische Beichtpflicht 

- Kommunion wird unter beiden Gestalten gereicht 

- Segnung für wiederverheiratet Geschiedene möglich 

- Keine Exkommunikationen 

- Keine expliziten Fastenvorschriften 

- Teilnahme der Laien an der Kirchenleitung 

- Bischofswahl durch Klerus und Laien 

- Theologische Bedeutung der Tierwelt und der Schöpfung im allgemeinen



Hl. Basilius (um 330-379)
Mönch und Bischof von Caesarea in Kappadozien, Kirchenlehrer
Homilie über die heilige Abstammung Christi, 2.6; PG 31, 1459f. (trad. © Evangelizo)


„Er gab ihnen Macht, Kinder Gottes zu werden“ (vgl. Joh 1,12)

Gott auf der Erde, Gott unter den Menschen! Dieses Mal verkündet er nicht das Gesetz unter Blitz und Donner, bei Hörnerschall, bei rauchendem Berg, im Dunkel eines schreckenerregenden Gewitters (Ex 19,16f.); sondern er redet sanft, friedlich, in einem menschlichen Leib mit seinen Brüdern. Gott im Fleisch! [...] Wie kann die Gottheit im Fleisch wohnen? So, wie das Feuer im Eisen wohnt und dabei die Stelle, wo es lodert, nicht verlässt, sondern sich mit dem Eisen verbindet. Tatsächlich wirft sich das Feuer nicht auf das Eisen, sondern bleibt an seinem Platz und teilt dem Eisen so seine Kraft mit. Dabei wird das Feuer keineswegs schwächer, sondern füllt das Eisen, mit dem es sich verbindet, vollständig aus. Ebenso hat Gott, das Wort, das „unter uns gewohnt“ hat, sich selbst nicht verlassen. „Das Wort, das Fleisch geworden ist“ (vgl. Joh 1,14), wurde keiner Veränderung unterzogen; dem Himmel wurde von dem, was er enthielt, nichts weggenommen, und dennoch hat die Erde in ihrem Schoß den empfangen, der im Himmel ist.
Mach dir dieses Geheimnis ganz zu eigen: Gott ist im Fleisch, damit er den Tod, der sich darin verbirgt, tötet [...] weil „die Gnade Gottes erschienen ist, um alle Menschen zu retten“ (vgl. Tit 2,11), weil „die Sonne der Gerechtigkeit aufgegangen ist“ (vgl. Mal 3, 20), „ist der Tod vom Sieg verschlungen“ (vgl. 1 Kor 15,54); denn der Tod kann nicht wirklich zusammen mit dem wahren Leben existieren. O Tiefe der Güte und Liebe Gottes zu den Menschen! Geben wir ihm die Ehre zusammen mit den Hirten, tanzen wir mit den Chören der Engel, denn „heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr“ (vgl. Lk 2,11–12).
„Der Herr ist Gott, und hat vor uns sein Angesicht leuchten lassen“ (vgl. Ps 117(118),27 Vulg.), nicht in der Gestalt Gottes, um uns schwache Menschen nicht in Angst zu versetzen, sondern in der Gestalt des Erlösers, um denen die Freiheit zu bringen, die zur Knechtschaft verdammt waren. Wessen Herz könnte so schläfrig und gleichgültig sein, dass er sich nicht freuen würde, nicht jubeln würde vor Fröhlichkeit, erstrahlen würde vor Freude angesichts dieses Ereignisses? Dies ist ein Fest für die gesamte Schöpfung. Alle sollen dazu einen Beitrag leisten, keiner darf sich undankbar erweisen. Auch wir, wir wollen unsere Stimme erheben und unsere Freude hinaussingen!

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Diakonin Birgit Leisegang